Mittwoch, 05. August - Seit dem 19. Juli ist in der Türkei das Rauchen in Teehäusern und Gaststätten aller Art verboten. Ebenso in deren Gärten, wenn irgendwas den Raucher vom Himmel trennt, wie etwa eine Schattendach oder ein Sonnenschirm. Wie wohl die türkische Regierung zu der Erleuchtung gekommen ist, dass dem Land nur eines noch fehlte auf dem Weg in eine fortschrittliche Gesellschaft: die Drangsalierung seiner 20 Millionen Raucher? Wie üblich beruft man sich auf "Experten" und angebliche Kosten im Gesundheitssystem. Und wie üblich soll wieder mal die überwältigende Mehrheit (90 Prozent!) für Anti-Raucher-Politik sein - selbstverständlich auch die Mehrheit der Raucher (70 Prozent). Der gesunde Menscherverstand sträubt sich noch, aber machen wir uns nichts vor: Die Presse wird auch hier ihr Möglichstes tun, der Bevölkerung all das bekannte "Unbestreitbare" einzuhämmern. Denn mit dem Rauchverbot geht, wer hätte das gedacht, ein geradezu bizarr ausgestaltetes Werbeverbot für Tabakwaren einher. Das bekannte Strickmuster also. Und mit Sicherheit sind die Türken auch schon darüber aufgeklärt, mit welcher Verzückung in anderen Ländern die Rauchverbote aufgenommen wurden, insbesondere in Almanya wahrscheinlich.
In Ermangelung auch nur einer einzigen größeren, der fortschreitenden Bevormundung von Rauchern in den europäischen Staaten konsequent entgegentretenden Partei rät Netzwerk Rauchen, die führende Bundesvereinigung gegen die Diskriminierung von rauchenden Menschen, bei der Europawahl am kommenden Sonntag entweder die RENTNERPARTEI DEUTSCHLAND oder aber demonstrativ ungültig zu wählen.
Eine vom Netzwerk in den vergangenen Wochen durchgeführte schriftliche Befragung aller zur Europawahl kandidierenden Parteien zu deren Haltung beim so genannten „Nichtraucherschutz“ hatte geradezu groteske Wissensdefizite bei den Kriterien und Entscheidungsgrundlagen offenbart, auf Basis derer fast alle der befragten Parteien ihre Positionen zum Thema Rauchverbote vertreten.
Prohibition: Prohibition einer Antiprohibitionskonferenz
Montag, 26. Januar -
Mit Empörung reagiert Netzwerk Rauchen, auf das Verbot der Weltkonferenz gegen Prohibition im Gebäude des Europäischen Parlaments in Brüssel.
Die Konferenz mit dem Untertitel Rauchverbote und Lügen war von der Internationalen Koalition gegen Prohibition (TICAP) vorbereitet worden und wurde nach Protesten von Antirauchergruppen durch das Präsidium des Europaparlaments untersagt. Die Smokefree Partnership, ein Zusammenschluss verschiedener pharmaindustrienaher Volksgesundheitslobbies sowie ähnliche Gruppierungen, hatten im Vorfeld massiven Druck ausgeübt.
Zur offiziellen Begründung des Verbots hieß es, die Konferenz verstoße gegen die Anti-Tabak-Positionen des Parlaments und untergrabe dessen Würde. Außerdem mutmaßte das Gremium um EP-Präsidenten Hans-Gert Pöttering (CDU), die Veranstaltung sei kommerzieller Natur.
Tabakkonzerne waren weder finanziell noch personell an der Konferenz beteiligt. Dass diese Lüge von Antiraucherorganisationen gestreut wurde, die selbst zum Sumpf der Rauchentwöhnungsmittelhersteller gehören, macht sie umso dreister. Insbesondere habt man in diesen Kreisen wohl Angst, dass die Wahrheit über die Passivrauchlüge ans Licht kommt.
Offensichtlich gilt Meinungsfreiheit nur für Antiraucher und sind vom Steuerzahler finanzierte Tagungsräume nur für deren Veranstaltungen gegen den Tabakkonsum zugänglich. Ein skandalöser Vorgang!
Noch ungeheuerlicher: Das Verbot der Konferenz war den Gastgebern im Europaparlament, dem britischen Abgeordneten Godfrey Bloom und seiner Fraktion Unabhängigkeit/Demokratie nicht einmal mitgeteilt worden, sondern wurde zufällig eine Woche vor der geplanten Konferenz bekannt.
Der Fraktionsvorsitzende Nigel Farage MdEP erklärte hierzu: "Dass als einer der Gründe für das Verbot der Schutz der 'Würde des Parlaments' angeführt wird, sagt schon alles über den Zustand der Demokratie in dieser Europäischen Union."
Zeitgleich zu der im besten Sowjet-Stil unseligen Angedenkens abgesagten Prohibitionskonferenz findet in Brüssel nun als angemessene Reaktion die Konferenz Denken ist verboten statt, veranstaltet von der Fraktion Unabhängigkeit/Demokratie, aber mit dem gleichen Programm wie die ursprüngliche Antiprohibitionskonferenz zum Thema Rauchverbote. Jetzt erst recht!
Dort wird auch der Gesundheitsexperte Prof. Rein Vos sprechen, dessen Teilnahme die niederländische Antiraucherorganisation STIVORO im Vorfeld zu verhindern suchte.
Prohibition: Anti-Prohibitions-Konferenz im Europaparlament
Freitag, 14. November -
Rauchverbotsgegner aus aller Welt treffen sich Ende Januar in Brüssel zu einer Konferenz. Veranstaltet wird die Tagung unter dem Titel „Rauchverbote und Lügen" von der Internationalen Koalition gegen Prohibition (TICAP), sie findet in Räumen des Europäischen Parlaments in Brüssel, sozusagen ‚in der Höhe des Löwen', statt.
Zu den Rednern des Kongresses gehören der frühere italienische Außen- und Verteidigungsminister Prof. Antonio Martino und Dr. Gio Gori, ehemaliger Tabakexperte am Nationalen Krebsforschungszentrum der USA. Gori wird Behauptungen über die vermeintliche Gefährlichkeit des Passivrauchens entkräften.
Auch der Gesundheitsexperte Prof. Rein Vos von der Universität Maastricht wird in Brüssel sprechen. Er behandelt „das Gesundheitsschutz- und Prohibitionsparadigma und seine verheerenden Auswirkungen auf die Kreativität und das Sozialleben in westlichen, demokratischen Gesellschaften".
Diese erste Weltkonferenz gegen Prohibition beschäftigt sich auch mit den wirtschaftlichen Schäden durch Rauchverbote und den Strukturen der Anti-Tabak-Bewegung, auch in Zusammenhang mit Pharmakonzernen. Näheres zum Ablauf und zu den Rednern finden Sie hier.
Konferenzsprache ist Englisch, es wird aber durchgängig simultan ins Deutsche übersetzt. Der Eintritt ist frei, anmelden kann man sich ab sofort.
Montag, 25. Juni - Netzwerk Rauchen hat eine Massenprotestaktion gegen die geplanten Rauchverbote ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Protest ProRauch!“ können auf der Website des Netzwerks E-Mails an die Zuständigen in der Politik versandt werden. Mit einem Klick können unzufriedene Bürger/-innen Beschwerden an ganze Landtage verschicken. Hier finden Sie die Formulare. Näheres in unserer Pressemitteilung.
Netzwerk Rauchen - Forces Germany e.V. steht nicht alleine im Kampf gegen die staatlichen Übergriffe auf die persönliche Freiheit, die Selbstbestimmung und die Eingriffe in die Entscheidungsfreiheit des Gastgewerbes.
Wir ermutigen auch andere Initiativen, Personen und Vereinigungen mit ähnlichen Interessen, durch einen Link an exponierter Stelle auf die Seite "Gemeinsam gegen Rauchverbote" ihre Solidarität zu manifestieren.
Rauchverbote: Europaparlaments-Präsident gegen Erziehungsdiktatur
Sonntag, 18. März -
Der Präsident des EU-Parlaments, Hans-Gert Pöttering (CDU), hat sich in einem Zeitungsinterview gegen die Rauchverbotspläne von EU-Kommissar Kyprianou gewandt. "Ich bin gegen jede Form der Diktatur, auch der Erziehungsdiktatur", so der höchste Volksvertreter der EU. Pöttering fordert Kyprianou zu mehr Deregulierung statt immer neuer Vorschriften auf.
Vor einigen Wochen hob der neue europäische Parlamentspräsident als eine seiner ersten Amtshandlungen das absolute Rauchverbot im EP auf, das ohnehin nicht durchsetzbar gewesen war.
Netzwerk Rauchen dankt für dieses klare Bekenntnis gegen Brüsseler Kontrollwahn. Solche Gängelungsversuche, das hat der erfahrene EP-Abgeordnete richtig erkannt, schaden der europäischen Idee.
Rauchverbote: Das europäische Parlament macht Kehrtwendung - Raucherzonen
Mittwoch, 14. Februar -
Das europäische Parlament macht Kehrtwendung und stellt Raucherzonen zur Verfügung. Das Rauchverbot wurde anfang 2007 in Kraft gesetzt, aber nach der Umbesetzung der Führung (Präsident und 14 Vize-Präsidenten) haben sich die neuen Führungskräfte drauf geeinigt, Raucherzonen einzurichten.
Der grüne französische Abgeordnete Gerard Onesta, der das Verbot aufrecht halten wollte, wurde dabei massiv überstimmt. Er sagte, die neue Regelung habe eine "schreckliche politische Signalwirkung" und erfordere kostspielige Installationen von Filtersystemen.
Das seit 6 Wochen geltende Rauchverbot wurde weitgehend missachtet, indem viele Abgeordnete in ihren privaten Büros oder auf den Gängen weiterrauchten. Die Sicherheitskräfte [sic] trauten sich meist nicht, gegen die Abgeordneten einzuschreiten.
Gemäss Statistiken der EU, sterben in der EU jährlich 79'000 Personen am Passivrauch, das Hauptargument für den Ruf nach einem allgemeinen Rauchverbot in allen geschlossen öffentlichen Räumen, am Arbeitsplatz sowie in Restaurants und Bars.
Kommentar: Die Kosten für das Einrichten von Raucherzonen (Rauchern genügt ein gut gelüfteter, ausreichend grosser Raum) dürften neben den Reisespesen, Abgeordnetenentschädigungen, Kosten für die grosszügigen privaten Büroräumlichkeiten und die Betriebskosten der EU-Gebäude vernachlässigbar sein. Wo Menschen menschenwürdig zusammenkommen und arbeiten sollen, lassen sich Kosten nicht vermeiden. Es ist davon auszugehen, dass in den Hörsälen und Konferenzräumen nicht nur rohe Holzbänke zur Verfügung stehen, dass die Cafeterias nicht nur mit Plastikstühlen und Metalltischen ausgestattet sind und dass die Mahlzeiten nicht auf Papptellern serviert werden.
"Gemäss Statistiken der EU ..."? Es gibt keine Statistiken. Es handelt sich um reine Spekulationen basierend auf unverifizierbaren Schätzungen, welche auf ausgewählten epidemiologischen Studien beruhen.
Freitag, 21. April - Wer dieses Jahr einen Sommerurlaub in Spanien plant und gerne auch am Strand einmal gemütlich eine Zigarette rauchen möchte, der sollte sich vorsehen: Am ersten spanischen Strandabschnitt am Platja Nova wurde ein Rauchverbot erlassen. Respekt, soviel Nachahmungstrieb für ungerechtfertigte Maßnahmen hätte man den südlichen Ländern überhaupt nicht zugetraut...
Montag, 27. März - Die Debatte um Raucher und um Rauchverbote hat eine neue Stimme erhalten: Die Europäische Konsumentenvereinigung Tabakwaren (EuKT) wehrt sich entschieden gegen weitere Versuche, Rauchern auch in Deutschland das Leben noch schwerer zu machen. FORCES Germany begrüßt die neuen Mitstreiter!