Donnerstag, 03. September - Drei Bücher und jüngst seinen zweiten Film hat der aus Brasilien stammende Schriftsteller und Regisseur Zé do Rock bereits vorgelegt, das vierte Zeugnis seiner literarischen Schaffenskraft liegt diesen Monat druckfrisch in den Buchläden. Der Weltenbummler, der über 120 Länder der Erde bereist hat (das lässt auch manchen langjährigen Außenminister vor Neid erblassen) und davon in seinen oft autobiographisch angelegten Werken beredt Auskunft zu geben weiß, lebt mittlerweile seit Jahrzehnten in München, der„preussisheste[n] stadt in Deutshland“ und ist dort „zu einer Art braso-bayer geworden“.
Als roten Faden stellt Zé do Rock jedoch ein tiefernstes Thema in den Mittelpunkt seines neuen Werkes, das Abrutschen unseres Planten in ein „neues sichaheits- un gesundheitsmittelalter“. Er bekennt freimütig – heutzutage fast schon mutig: „Ich lebe lieba 75 jahre mit qualmen, trinken, süßigkeiten, saftigem fettem essen, fleisch, kaffee, denn 100 jahre ohne. Und find auch nicht, dass das a charaktadefizit s“. Als Hauptanlass seines Engagements fungierte der Umstand, dass weitreichende gesetzliche Rauchverbote vor fast zwei Jahren auch den Freistaat Bayern erreichten.
Rezension