"Lehrer sollen Vorbild sein", so wird argumentiert, wenn es um ein Rauchverbot an Schulen geht. Und auch in deutschen Krankenhäusern soll nun die Sozialhygiene einsetzen. Wieder einmal geht es nicht um gesundheitliche Gefährdungen – sondern weit mehr um den fragwürdigen Symbolwert eines Rauchverbots. Anders läßt sich kaum erklären, daß nun selbst die Bereitstellung kleiner und abgelegener Raucherzimmer für Patienten nicht mehr möglich sein soll. Wer raucht, muß vor die Tür – völlig egal, ob es um einen Angestellten geht oder um einen frisch operierten Patienten, der einen Tropf hinter sich herrollt. Dies ist gesundheitlich sicher ebenso fragwürdig wie der angestrebte Symbolwert, der Raucher zu Aussätzigen macht.
Wer aus welchen Gründen auch immer in ein Krankenhaus eingeliefert wird, ist ernsthaft krank. Rauchenden Patienten wird durch ein Projekt "Rauchfreie Krankenhäuser" selbst die einfache Möglichkeit genommen, ihre Situation mit der einen oder anderen Zigarette besser zu verkraften. Es ist unmenschlich, in einer solchen Lage bewußt zusätzlichen Druck auf Patienten auszuüben. Darüber hinaus ist es nicht die Aufgabe von Krankenhäusern, Patienten zu einem obligatorischen Rauchverzicht zu zwingen. Sie sind Gesundheitseinrichtungen, keine Erziehungsanstalten für Erwachsene.
FORCES Germany News: Krankenhäuser
pressrelations.de (Hrsg.): Schnappauf: Bayerns Krankenhäuser sollen rauchfrei werden
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